Kurt Drawert

Schriftsteller

Lesebühne – das Veranstaltungsformat der Textwerkstatt

Aufgrund der wachsenden Nachfrage für Lesungen und Seminare wurde mit der Gründung des Zentrums für junge Literatur 2004 auch die Lesebühne ins Leben gerufen. Die Lesebühne ist ein Forum der Darmstädter Textwerkstatt und stellt am jeweils ersten Mittwoch im Monat von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr im Literaturhaus zwei Autoren mit ihren Arbeiten vor. Sie unterscheidet sich von herkömmlichen Lesungen dadurch, dass sie Werkstattcharakter besitzt und den Diskurs über die Texte sowie das Gespräch mit dem Publikum sucht. Ebenso stellt sie in Sonderveranstaltungen renommierte Autoren vor, lädt andere Schreibgruppen ein oder führt Veranstaltungen zu literarischen Themen durch. Das Lesebühne-Porträt stellt ausschließlich Autorinnen und Autoren der jeweils aktuellen Textwerkstatt vor, wobei auch hier die Gespräche über poetologische Konzepte im Vordergrund stehen.

Aktuelles Programm der Lesebühne Frühjahr 2026:

Mittwoch, 4. Februar, 19.30 Uhr
Abschlusslesung der Darmstädter Textwerkstatt 2025 und Vorstellung der neuen Autorinnen und Autoren.
Es lesen: Sarah Beicht (Mainz), Dania D‘Eramo (Bonn), Sven-Thore Kramm (Darmstadt), Marcella Melien (Wiesbaden) und Julia Grinberg (Hochheim am Main).
Musikalische Begleitung des Abends: Gudrun Lang-Eurisch (Kontrabass) und Matthias Schubert (Klavier).
Moderation: Kurt Drawert und Michael Hüttenberger.
Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 4. März, 19.30 Uhr
Buchvorstellung, Daniel Mylow: „Das Weiß zerrissenen Papiers“. Erzählungen.
Daniel Mylows Erzählband, erschienen im Herbst 2025 in der Edition Hibana, ist eine poetische und spannende Reise ins Leben vergessener oder der Öffentlichkeit entrückter Dichterinnen und Dichter wie Hans Bernhard Schiff, Christian Dietrich Grabbe oder Wilhelm Waibl, denen Dichten und Schreiben eine Frage des Überlebens war. Der mit Radierungen von Walter Rockenbauch ausgestattete Erzählband ist eine empfindsame Annäherung an Menschen, die gegen äußere Zwänge ein Leben in Ästhetik und Freiheit suchten.

Daniel Mylow, der auch Teilnehmer der Darmstädter Textwerkstatt war, ist ein großer Erzähler, nicht nur, weil er große Stoffe bewegt; er ist es, weil er atmosphärisch dicht zu erzählen vermag und zu dem, was er erzählt, den passenden Ton findet, den richtigen Rhythmus, die Form.

Moderation: Michael Hüttenberger, im Gespräch mit Kurt Drawert und dem Autor.

Musikalische Begleitung des Abends: Gudrun Lang-Eurisch (Kontrabass) und Matthias Schubert (Klavier). Der Eintritt ist frei.

 

Mittwoch, 6. Mai, 19.30 Uhr
Debüt, Nicola Quaß: „Hungergesang“. Roman.

Als die Eltern spurlos verschwinden, sind die dreizehnjährigen Drillinge Mara, Lara und Sara auf sich gestellt. Was anfangs wie grenzenlose Freiheit scheint, wird schnell zu einem Abenteuer voller düsterer Enthüllungen. Bald schon werden sie mit den Schatten ihrer Vergangenheit konfrontiert, denn jede trägt ein Geheimnis in sich. Ihre symbiotische Existenz wird auf die Probe gestellt, als sie sich den Phänomenen ihres verwunschenen Hauses stellen. Poetisch und atmosphärisch dicht erzählt Nicola Quaß eine packende Geschichte über die Suche nach dem eigenen Ich. Im zweiten Teil des Abends stellen wir die Autorin, die auch Teilnehmerin der Darmstädter Textwerkstatt war, mit ihrer bildstarken, am naturmagischen Realismus geschulten Lyrik vor, für die sie den Rolf-Bossert-Preis 2025 erhielt.

Moderation: Michael Hüttenberger, im Gespräch mit Kurt Drawert und der Autorin.

Musikalische Begleitung des Abends: Ulrich Pietsch und Noemi Wulfes (beide Violoncelli).

Der Eintritt ist frei.

Mehr Infos auch unter:
www.literaturhaus-darmstadt.de.

Anmeldung für die Teilnahme an der Textwerkstatt

Anmeldungen bis zum 31. Oktober des Jahres für das jeweilige Folgejahr an:

Kulturamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Textwerkstatt
Mina-Rees-Str. 10
64295 Darmstadt
kulturamt@darmstadt.de

oder direkt an:
kurt.drawert@darmstadt.de

 

Benötigt werden:

Kurzvita und Textproben von maximal 20 Seiten